7 Jahre iPad – ein Mehrwert auch für uns

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Wer weiß, wie wir heute an unserer Schule unterwegs wären, hätte Apple vor 7 Jahren nicht das iPad auf den Markt gebracht. Steve Jobs stellte es am 27.1.2010 auf einem Special-Event der Öffentlichkeit vor. Nun bin ich als Norddeutscher nicht gerade schnell zu euphorischeren, es braucht halt ein wenig Zeit in unserer Gegend, aber interessant schien mir das Teil auf jeden Fall damals schon für den Unterricht zu sein. Handlich, nicht zu klein und neben dem Einsatz im Klassenraum auch für den Außeneinsatz geeignet.

 

Steve Jobs präsentiert das iPad (Bild: Matt Buchanan, CC BY-SA 2.0)

Die ersten Begegnungen mit dem iPad dämpften dann aber auch schon meine Erwartungen. Bei allen eben genannten Vorteilen fehlte mir etwas Entscheidendes, eine Vielzahl für den schulischen Betrieb geeigneter Anwendungen. Die Anzahl der verfügbaren Apps hielt sich für mein Empfinden noch in Grenzen. Nichts desto trotz behielt ich als damals schon begeisterter Apple-User die Entwicklung im Blick.

Mit der Vorstellung des iPad 2 und dem langsamen Anwachsen verfügbarer Apps steigerte sich auch mein Interesse an diesem Gerät. Ein iPad 3 nannte ich dann erstmals mein eigen und testete selbiges in meinem Ganztagskurs „Trickfilmwerkstatt“. Gleichzeitig stellte Apple mit iBooks Author eine geniale Software vor, die mich sofort euphorisierte. Podcasts und Videos, die wir im Unterricht auf unseren MacBooks produzierten, ließen sich plötzlich in ganz neuer Form einfach weiter verwerten. Diese neuen interaktiven elektronischen Bücher sollten bei uns die Idee von iPad-Klassen reifen lassen.

 

Unser in einem fächerübergreifenden Projekt produziertes iBook „Seltsame Tiere“ überzeugte dann auch die Eltern, mit deren Hilfe wir 2013 zwei elternfinanzierte Klassen auf den Weg bringen konnten. Es ist nicht die Ausstattung der Schulen mit Technik allein, welche die Lernkultur verändert. Nach wie vor bin ich aber der Meinung, dass der sinnvolle Einsatz der iPads gepaart mit einer Veränderung der Lernkultur in Schule durchaus einen Mehrwert schaffen kann.

Auch wenn momentan die Verkaufszahlen der Tablets etwas stagnieren und einige Propheten den Untergang herbeireden, haben diese eine Daseinsberechtigung in der Schule, da sie viel flexibler als Desktop-Rechner oder Laptops sind. Im häuslichen Umfeld, wo Tablets meist für Email, surfen und spielen genutzt werden, investiert man nicht alle 2 Jahre in ein iPad. Der Einsatz in der Schule ist vielfältiger und produktiver, doch auch hier verrichten die qualitativ hochwertigen Geräte in der Version 2 bei unseren 10.Klässlern noch zuverlässig ihren Dienst. Genau in diesem Bereich spielen aber auch die iPads gegenüber wesentlich billigeren Tablets ihre Stärken aus. Es ist das auf den Bildungsbereich ausgelegte „Ökosystem“ (stabiles einheitliches OS und zugehörige Apps, iTunes U, Datenschutz) drum herum, welches Apple seit Jahren pflegt, dass die Daseinsberechtigung des iPads auch an unserer Schule unterstreicht.

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