Moodle – die Alternative zu iTunes U

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Als Apple-User im schulischen Umfeld steckt man nach wie vor in einem Teufelskreis. Einerseits kauft man mit den nicht gerade billigen iPads genügend Know How von Apple mit ein, welches einem das digitale Leben in der Schule wirklich einfach macht. Andererseits kann man dieses Potential nicht zur Genüge nutzen, da datenschutzrechtliche Aspekte gewisse nachvollziehbare Einschränkungen in Schule erforderlich machen. iTunes U ist so ein Beispiel von perfekter Systemintegration, leichter Bedienbarkeit aber mit Vorsicht zu genießen aus Sicht der Datenschützer.

Ich verwende iTunes U, um diverse Materialien oder Aufgabenstellungen meinen Schülern in meinen Französisch- oder Informatikkursen zur Verfügung zu stellen. Dies kann ich auf dem iPad oder am Mac erledigen, Kurs strukturieren, Aufgabenstellungen, Materialupload und Diskussionen innerhalb des Kurses. Alles klappt vorzüglich und könnte einem das Lehrerleben im Zeitalter von Bildung und Digitalisierung vereinfachen. Auch das Einsammeln fertiger Ergebnisse und das Benoten dieser Aufgaben würde ähnlich gut klappen, doch Stopp…

An dieser Stelle haben wir ein Problem, welches Apple bis heute nicht gelöst hat. Es gibt keine Server, die diese Dienste aus Deutschland anbieten bzw. wenigstens aus Europa. Damit fällt das Einsammeln und Benoten der Ergebnisse für den Lehrer aus und Ressourcen werden verschenkt. Tim Cook hatte ja bei seinem letzten Deutschland-Besuch angekündigt, dass ihm der deutsche Markt am Herzen liegt. Insofern besteht ein kleines Fünkchen Hoffnung, das Apple dem deutschen Datenschutz gerecht wird und genauso wie Microsoft auch deutsche Rechenzentren nutzt. Bis dahin sind Alternativen für das eLearning in Schule unverzichtbar.

Bei uns waren mangels Geld immer Open Source oder der Verzicht auf solche Systeme die Alternativen. So werkeln genau wie ich andere Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern freiwillig in ihrer Freizeit umher und haben einen Moodle-Server für die jeweilige Schule aufgesetzt, was Systempflege und zusätzliche Arbeit bedeutet. Inzwischen gibt es mit der Moodle-App auch ein recht gut zu bedienendes Tool für mobile Geräte, wenn der Administrator dies auf dem Moodle Server zulässt. Damit wäre man auch wieder unabhängiger von iOS und die Schüler könnten zusätzlich ebenfalls ihre weit verbreiteten Android-Handys nutzen. Ich werde es mal testen, in der Hoffnung zukünftig auch mal ein professionell betreutes Moodle System wieder im schulischen Alltag integrieren zu können.

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