Zeitgemäße Bildung in einer digitalisierten Welt

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Im November findet die Abschlussveranstaltung der Werkstattschulen im Forum Bildung Digitalisierung in Berlin statt. Auf unseren Treffen innerhalb des letzten Jahres haben wir viel diskutiert, wie die digitale Transformation auch in Schule gelingen könnte. Zentrale Themen waren dabei die Technik und ein professioneller Support an der Schule, die Fortbildung der Lehrer an den Schulen und die Ausbildung der Lehramts-Studenten an den Universitäten, ein ausreichendes Zeitbudget, der Umbau der Curricula und digitaler Content für die Schulen.

 

Wir haben einen 10-Punkte Forderungskatalog zusammengestellt, damit die Politik mit den Schulen vor Ort und nicht über die Köpfe hinweg plant. In der Hoffnung, dass die Politiker der neu zu bildenden Bundesregierung Ende November nicht schon ans Posten verteilen denken, wollen wir unsere Forderungen vor Ort vortragen. Die digitale Transformation im Bildungswesen stand bei allen Parteien hoch auf der Agenda ihrer Wahlprogramme. Jetzt ist es an der Zeit Taten folgen zu lassen, wobei in der Bildungspolitik auch andere Themen wie Inklusion genauso Beachtung finden müssen.

 

Ich fürchte einmal wieder Flickschusterei, falls es diesmal wieder keine nachhaltige Finanzierung des Bildungssektors gelingt. Ideologische Grabenkämpfe sollten auf so einem wichtigen Zukunftsfeld eigentlich ad acta gelegt werden. Dazu bedarf es aber Mut und Ehrlichkeit.

 

Wir sind im 5.Jahr mit einer 1-zu-1 iPad-Lösung unterwegs, bisher ohne jegliche Unterstützung aus der Landes- oder Bundespolitik. Es bedeutet jährlich eine große Kraftanstrengung für unseren Schulträger, die Eltern und die Lehrer diesen Weg in einer strukturschwachen Region zu gehen. Es wäre langsam an der Zeit, Unterstützung auch von offizieller Seite zu erfahren.

 

Eins sollten die Bildungspolitiker in ihre Überlegungen mit einbeziehen, es wird keinen Königsweg für alle Schulen deutschlandweit geben, da die örtlichen Gegebenheiten unterschiedlich sind. Wir können z.B. nicht auf komplett browserbasierte Anwendungen à la Schulcloud setzen, da unsere Bandbreite beschränkt ist. Unserem Beispiel sind bereits einige Schulen in der Region gefolgt, weil sie ein funktionierendes Modell nutzen und sich endlich auf den Weg machen wollten.

 

Letztendlich geht es doch darum, unseren Schülern die Möglichkeit zu geben in einer zunehmend digitalisierten Welt souverän und sozial verantwortlich zu handeln. Dabei muss Schule einen gewichtigen Beitrag leisten.

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