Der digitale Wandel soll auch in der Schule ankommen

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„Digitaler Wandel in der Bildung: Perspektiven für Deutschland“ unter diesem Motto fand am 10.6. im Berliner DBB-Forum die BMBF-KMK-Stakeholder-Konferenz statt. Nach der interessanten Keynote von Prof. Dr. Dr. Hesse vom Leibniz-Institut für Wissensmedien äußerten sich in Impulsvorträgen sowohl die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Wanka als auch die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Dr. Claudia Bogedan zum Thema. Deutschland hat es im Gegensatz zu anderen Nationen noch nicht geschafft, neben lesen, schreiben und rechnen das digitale Lernen im Bildungssystem zu integrieren. Dies betrifft bis auf ein paar Pilotprojekte alle Bereiche der Bildung. Im Vorfeld dieser Veranstaltung tagten bereits 2 Tage Vertreter des BMBF und der KMK sowie verschiedene Akteure aus allen Bildungsbereichen, Gesellschaft und Politik sowie den Sozialpartnern. Es gilt endlich den großen Hemmschuh im föderalen System Deutschlands, die Zuständigkeiten von Bund und Ländern in der Bildung, abzubauen um bei diesem wichtigen Thema nicht vollends den Anschluss zu verlieren. Man darf hoffen, dass sich unsere Politiker in diesem wichtigen Bereich einmal einigen können und nicht wie „Partikularfürsten“ agieren.

Der Robert-Bosch Stiftung war es zu verdanken, dass die Lehrer als eigentliche Hauptakteure in diesem Prozeß nicht ganz vergessen wurden. Am 9.6. lud man Vertreter innovativer Schulen auf dem Gebiet der digitalen Bildung ein. Nach der Begrüßung durch Staatssekretär Dirk Loßack sollte in einem Praxisworkshop zur „Strategie in der digitalen Bildung“ zu den Themen Bildungspläne und Unterricht, Aus-, Fort- und Weiterbildungen von Erziehenden und Lehrenden, Bildungsmedien und Content sowie Infrastruktur und Ausstattung gearbeitet werden. Die zentralen Ergebnisse dieses Workshops wurden als Wünsche an die Kultusministerkonferenz weitergegeben. Es bleibt zu hoffen, dass dies in den künftigen Planungen eine Rolle spielt und weiter im Dialog mit Lehrern aus Schulen, die sich bereits auf dem Weg gemacht haben, gearbeitet wird. In einem Punkt war man sich einig, Bildung wird und muss sich im Umgang mit digitaler Technik grundlegend ändern. Dies wird ein schwieriger Prozeß, welcher große Anstrengungen allen Beteiligten abverlangt.

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