Programmieren auf dem iPad

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Seit geraumer Zeit bemüht sich code.org darum, eine breite Öffentlichkeit in die Geheimnisse des Programmierens einzuweisen. „Jeder kann programmieren lernen“ lautet dabei das Motto, mit welchem diese öffentliche Non-Profit-Einrichtung vor allem Kinder und Jugendliche ansprechen will. Im Rahmen der Informatikwoche Computer Science Education Week, die vom 8. bis 14. Dezember global stattfand, unterstützte Apple den Veranstalter Code.org und bot in weltweit 446 Retail Stores am 11. Dezember kostenlose Informatik-Workshops an.

Leider ist es für uns nicht so einfach einen Apple-Store zu besuchen, das sind schon mal locker über 200 km in Süd- (Berlin) oder Westrichtung (Hamburg), aber ein wenig wollten wir auch daran teilhaben. Das iPad leistet an unserer Schule nun schon eineinhalb Jahre zuverlässig in diversen Fächern seinen Dienst. Im Informatikunterricht kam es bisweilen noch wenig zum Einsatz, wenn man einmal von der Tabellenkalkulation und iTunes U absieht. Mein Kursmaterial verteile ich schon seit dem letzten Jahr über iTunes U, da Moodle nicht so smart zu händeln und die Mitteilungsfunktion von Apple genial ins System integriert ist. Freilich bewege ich mich damit im „goldenen Käfig“, aber es erleichtert mir die Arbeit als Lehrer ungemein.

Vor Weihnachten sollte an einem Projekttag für interessierte Schüler aus den iPad-Klassen eine Einführung in die Programmierung auf dem Programm stehen. Ein Informatiktag mit code.org war also angesagt. Ähnlich wie bei Scratch arbeitet man mit grafischen Programmblöcken und braucht keinen Code schreiben. Das Gute ist aber, dass man sich den Code in JavaScript anzeigen lassen kann. Hat man also eine Aufgabe erfolgreich gelöst, kann man sich den Code notieren. Mit Disney Figuren aus „Die Eiskönigin“ werden zunächst einmal einige Grundlagen (mit deutschen Untertiteln) vermittelt.

Wer den Grundkurs erfolgreich durchlaufen hat, kann sich zum Schluss ein Zertifikat ausdrucken. Die ganz Pfiffigen konnten sich dann schon an anspruchsvollere Aufgaben wagen, die allerdings erst einmal nur auf englisch zur Verfügung stehen. Und wer dann auf den Geschmack gekommen war, konnte auf unseren Schul-PCs mit Scratch weitermachen. Dies geht übrigens auch auf dem iPad. Leider läuft dies flashbasiert nur über einen Internetbrowser wie den Puffin-Browser und Apple erlaubt die Installation von Browsern, die Flash darstellen können, erst ab 17 Jahren.

Zertifikat einer Teilnehmerin

Jeweils 2 Stunden waren die Siebt- und Achtklässler auf dem iPad oder dem PC unterwegs, wobei der Ehrgeiz ins nächste Level zu gelangen zunehmend wuchs. Von einfachen Anweisungen, einfachen Verzweigungen und Schleifen wuchs dabei auch das Anforderungsprofil. Die besten Schüler versuchten sich in der Programmierung von ANGRY BIRDS und ZOMBIE RUN. Übrigens passte die Aufgabenstellung genau in die graue Jahreszeit. Vielleicht konnten wir mit unseren selbst programmierten Schneeflocken eine weiße Weihnacht „herbeizaubern“. In diesem Sinne wünsche ich frohe Weihnachten.

 

 

 

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